Die Steuerzahler müssen wohl für einen Anlageskandal der 90er Jahre einspringen. Das Bundesfinanzministerium bereitet ein Darlehen an den Entschädigungsfonds der Anlagegesellschaften vor. Dort ist nicht genug Geld, um die Schadenersatzansprüche von Opfern der Pleitegesellschaft Phoenix zu begleichen.
Der Bund springt mit 128 Millionen Euro für die Entschädigung geprellter Anleger der insolventen Investgesellschaft Phoenix ein. Einen entsprechenden Kredit an die angeschlagene staatliche Entschädigungseinrichtung der Wertpapierunternehmen (EdW) hat das Finanzministeriums auf den Weg gebracht. Ein Sprecher rechtfertigte das Geld für die Teilentschädigung am Freitag mit europarechtlichen Verpflichtungen. Haushaltspolitiker der Koalition kritisieren den Schritt massiv. Die FDP warf Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) eine Hinhaltetaktik vor, die gescheitert sei.
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